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ArtisjokTheater
Chapiteau Theater
ChausséeTheater
Chawwerusch Theater
Clowntheater Rosina & Babo
Compagnie MaRRAM
Die Kleine Weltbühne
die Laufmaschen
Doris Friedmann
Dornerei - Theater mit Puppen
FigurenTheaterKünster
Freie Bühne Neuwied
Guck' mal - das mobile Figurentheater
Histrionia Tourtheater
Hohenloher Figurentheater
Jemas Solo - Compagnie TRIARCA
Joya Ghosh & Friends
Kinder- und Jugendtheater Speyer
Knirps Theater • ensemble theatral
Kolibri Entertainment
Kulturlabor
L'Una Theater
Malzacher Figurentheater
Martina Göhring und die Melodisteln
Rotznasentheater
Schmitt&Schulz
Silvia Sauer - performing voice
Sommersaal
SpielBtrieb
taw - theater am werk
Tearticolo, Theater mit Figuren
TheaderFreinsheim
Theater Alte Werkstatt
Theater am Ehrenbreitstein
Theater in der Kurve
Theater-Punkt
Theater Streu Licht
Zopp & Co. Clowntheater

Corona-Krise: Infos und Links (Stand: 11.10.)

AUFLAGEN


Theater, Opern-/Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen sind geöffnet unter Auflagen.

Siehe dazu die 26. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes RLP in einer konsolidierten Fassung mit Gültigkeit bis zum 7. November 2021: https://corona.rlp.de/de/service/rechtsgrundlagen/

Mit dieser Verordnung wurde das 2G+ System eingeführt, das sich an drei Warnstufen orientiert. Es gelten unterschiedliche Warnstufen je Landkreis bzw. kreisfreie Stadt, die sich wiederum an drei Leitindikatoren orientieren (7-Tage-Inzidenz, Hospitalisierungsinzidenz, Intensivbettenbelegung).

§4.1: „Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist mit höchstens 25 Personen gestattet, wobei geimpfte Personen und genesene Personen bei der Ermittlung der Personenanzahl außer Betracht bleiben. Bei Erreichen der Warnstufe 2 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt reduziert sich die Personenanzahl auf zehn; bei Erreichen der Warnstufe 3 reduziert sich die Personenanzahl auf fünf.“

§5.2: „Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind mit bis zu 250 Zuschauerinnen und Zuschauern oder Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die nicht-immunisierte Personen sind, zulässig. Bei Erreichen der Warnstufe 2 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt reduziert sich die Personenzahl auf 100; bei Erreichen der Warnstufe 3 reduziert sich die Personenzahl auf 50. Über diesen Personenkreis hinaus können ausschließlich geimpfte oder genesene Personen teilnehmen.“

Es gilt das Abstandsgebot. (Bestuhlung im sog. Schachbrettmuster ist zulässig). Wo die Einhaltung des Mindestabstands nicht möglich ist, gilt Maskenpflicht.
Die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung gilt immer.
Die Testpflicht gilt für nicht immunisierte Personen, wenn jene in der Maximalzahl, die nach Warnstufe zulässig ist, ebenfalls Einlass haben sollen. (Selbsttest unter Aufsicht ist zulässig.)

Auflagen für Veranstaltungen im Freien mit größeren Teilnehmerzahlen: siehe §5.3

§5.4: „Finden sich unter den Zuschauerinnen und Zuschauern oder Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer Veranstaltung […] höchstens 25 gleichzeitig anwesende nicht-immunisierte Personen, entfällt die Einhaltung des Abstandsgebots und der Maskenpflicht. Die übrigen […] Schutzmaßnahmen bleiben unberührt. Bei Erreichen der Warnstufe 2 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt reduziert sich die Personenzahl nach Satz 1 auf zehn Personen, bei Erreichen der Warnstufe 3 auf fünf Personen.“

Spezifische Hygienekonzepte, soweit Tätigkeiten derzeit zulässig sind: https://corona.rlp.de/de/themen/hygienekonzepte/ (Zum Beispiel für Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Kitas und Bildungseinrichtungen.)
Ausführliches zu geltenden Regelungen an Schulen: https://corona.rlp.de/de/themen/schulen-kitas/dokumente-schule/

Weiterführende Informationen zur Bund-Länder-Beschlusslage: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus
 



Probenbetrieb - vertiefende Empfehlungen, siehe Arbeitsschutzstandard laut Berufsgenossenschaft: https://www.vbg.de/DE/3_Praevention_und_Arbeitshilfen/3_Aktuelles_und_Seminare/6_Aktuelles/Coronavirus/Brancheninfos_Arbeitsschutzstandard/BuehnenuStudios_Probenbetrieb.html (Update vom 8. Juli 2021)
 


FÖRDERUNG & HILFEN



Land: Am 28. April 2020 hat die rheinland-pfälzische Landesregierung das Programm Im Fokus - 6 Punkte für die Kultur vorgestellt, um Impulse für Kulturaktivitäten zu setzen, die auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen ihr Publikum finden. Es wurde mit 15,5 Millionen Euro hinterlegt.
Herzstück war ist Stipendienprogramm für professionelle freie Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, die im Rahmen dessen pro Antrag 2.000 Euro erhalten konnten. Ausgeschrieben waren drei Antragsrunden. Für die dritte Runde ist die letzte Antragsfrist abgelaufen am 30. April.
In einer Pressemitteilung vom 12. Mai teilt das Land mit, dass insgesamt 3.584 Stipendien bewilligt werden konnten. Andere Teilprogramme laufen weiter und sind noch immer frei zur Antragstellung.
Weitere Infos unter: https://www.fokuskultur-rlp.de/
 



Bund: November- / Dezemberhilfe
Direkt von temporären Schließungen im November betroffenen Unternehmen, Vereinen, Einrichtungen und Selbständigen wurde eine außerordentliche Wirtschaftshilfe gewährt, die bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erfasst. Soloselbständige konnten als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde legen.
Wenn im betroffenen Monat trotz Schließung Umsätze erzielt wurden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.
Hinweis für Künstler*innen mit Projekt-/Produktionsförderungen: "Echte" Zuwendungen ohne vereinbarten Leistungsaustausch sind nicht USt-pflichtig. Es ist also davon auszugehen, dass sie auch bei der Berechnung der Corona-Hilfen nicht heranzuziehen sind. (Das gilt dann natürlich auch für die Ermittlung des Vergleichsumsatzes.)
Mehr unter: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Ausserordentliche-Wirtschaftshilfe/ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html

Am 30. April 2021 ist die Antragsfrist für die November- und Dezemberhilfe abgelaufen.
Alternativ können die Zeiträume November & Dezember 2020 jetzt auch im Rahmen der Überbrückungshilfe III berücksichtigt werden. Das gilt jedoch nicht für den Spezialfall "Neustarthilfe für Soloselbständige".
 



Bund: Die Überbrückungshilfe III einschließlich der Neustarthilfe für Soloselbständige kann derzeit beantragt werden für Zeiträume bis 30. September 2021.
Per Beschluss vom September wurden die Hilfen zum zweiten Mal verlängert und laufen jetzt bis zum 31.12.2021.
Die FAQ zur Überbrückungshilfe III Plus und zur Neustarthilfe Plus werden überarbeitet und zeitnah veröffentlicht. Nach Anpassung des Programms kann die Antragstellung über die Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen.

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent infolge der Corona-Pandemie erlitten haben. Die Mittel müssen für die jeweiligen Monate beantragt werden. 
  • Unternehmen, die bereits November- oder Dezemberhilfen beantragt haben, können für die Monate November und Dezember keine Überbrückungshilfe III beantragen.
  • Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Umsatzrückgang im Vergleich zum Referenzmonat des Jahres 2019. Der Referenzmonat ist der jeweilige Monat im Jahr 2019; also für den Dezember 2020 der Dezember 2019, für den Januar 2021 der Januar 2019 usw.
    Bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent können 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet werden,
    bei einem Umsatzrückgang von 50 bis 70 Prozent Erstattung von 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten,
    bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent Erstattung von 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten.
  • Es wurde ein Musterkatalog für förderfähige Fixkosten erstellt, in dem diese beispielhaft aufgeführt werden. Zusätzlich können Investitionen in die Digitalisierung bei den Fixkosten berücksichtigt werden. Hier können auch Kosten berücksichtigt werden, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind.
     

Update für Veranstalter vom Juni 2021: "Für Veranstaltungen im Zeitraum von März bis Dezember 2020, die sich an ein externes Publikum richten, die entweder öffentlich zugänglich sind oder auf konkreter Einladung an einen definierten Gästekreis einer kulturellen, sportbezogenen oder privatwirtschaftlichen Veranstaltung beruhen und sich maßgeblich über Eigenmittel des Veranstalters, Eintrittsgelder, Teilnehmergebühren, Standgebühren oder andere Fördermittel finanzieren, und welche Corona-bedingt abgesagt werden mussten, können tatsächlich angefallene Ausfall- und Vorbereitungskostenkosten erstattet werden. Voraussetzung ist, dass zum Zeitpunkt der Planung nicht von einer Corona-bedingten Absage auszugehen war bzw. die Planung auf Basis eines genehmigten oder genehmigungsfähigen Hygienekonzepts erfolgte."

Im Rahmen der "normalen" Überbrückungshilfe III sind nur konkret nachzuweisende laufende Fixkosten (Mieten, Leasing usw.) förderfähig. Diese Variante ist für Soloselbständige mit typischerweise niedrigen Fixkosten vermutlich nicht attraktiv.
Anders verhält sich das beim pauschalierten Betriebskostenzuschuss "Neustarthilfe", die speziell auf die Situation der Soloselbständigen zugeschnitten ist. Siehe nächster Punkt ...


Neustarthilfe für Soloselbständige (im Rahmen der Überbrückungshilfe III)

  • Die Neustarthilfe kann von Soloselbständigen beantragt werden, die im Jahr 2019 mindestens 51 Prozent ihres Einkommens aus selbständiger Tätigkeit erwirtschaftet haben. Weiter können unständig Beschäftigte, z.B. Schauspielerinnen und Schauspieler, die Einkommen aus selbständiger Tätiger und unständiger Beschäftigung beziehen, die Neustarthilfe beantragen. Einkünfte aus unständiger Beschäftigung werden Umsätzen aus selbständiger Tätigkeit gleichgestellt.
  • Hier geht es nicht um Fixkosten, sondern um eine einmalige Betriebskostenpauschale. Weil die Neustarthilfe pauschal angesetzt wird, dürfen daraus nicht nur Betriebskosten, sondern auch Lebenshaltungskosten gedeckt werden. Ein Unternehmer*innenlohn, wie ihn die Interessenvertretungen seit langem fordern, ist jedoch nach wie vor nicht geplant.
  • Die Neustarthilfe richtet sich nur an natürliche Personen, die jedoch anteilige Umsätze aus Personengesellschaften (z.B. GbRs) bei der Antragstellung hinzurechnen können. (Etwaige Einkünfte aus Personengesellschaften sind bei der Abrechnung in jedem Fall mit einzubeziehen.)
  • Die volle Pauschale erhalten diejenigen, deren Umsatz im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Januar 2019 bis Juni 2019 um 60 Prozent oder mehr zurückgegangen ist.
    Stipendiengelder (z.B. die Landesstipendien "Im Fokus" der Stiftung RLP für Kultur) zählen dabei nicht zum Umsatz.
  • Dabei liegt der Referenzumsatz bei 50 Prozent des Gesamtumsatzes des Jahres 2019. (Anders gesagt: Der Antragsteller erhält maximal 25 Prozent des Jahresgesamtumsatzes aus 2019.)
  • Zusätzlicher "Deckel": Die maximale Höhe der Auszahlung beträgt 7.500 Euro.
  • Die Betriebskostenpauschale wird als Vorschuss gezahlt. Wird im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 ein höherer Umsatz erzielt, muss der Vorschuss anteilig zurückgezahlt werden.
  • Der Betriebskostenzuschuss wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Sie kann, sofern erforderlich, zusätzlich beantragt werden. Die Grundsicherung bezieht sich auf die privaten Ausgaben. Der Betriebskostenzuschuss ist ein steuerbarer Zuschuss.

Kosten für die Antragstellung durch beratende Dritte (Steuerberater) werden bezuschusst und zusätzlich zur Neustarthilfe an ausgezahlt. Bis zu einer beantragten Fördersumme von 5.000 Euro ist ein Zuschuss von bis zu 250 Euro möglich; bei höher dotierten Anträgen beträgt der Zuschuss 5% der beantragten Fördersumme. Wird der Antrag jedoch abgelehnt, bleibt der Antragsteller (einfach gesagt) auf den Kosten sitzen.
Siehe dazu: https://www.bstbk.de/downloads/bstbk/steuerrecht-und-rechnungslegung/fachinfos/BStBK_FAQ_Neustarthilfe.pdf

Informationsseite mit beispielhaften Berechnungen: https://www.vbw-bayern.de/vbw/vbw-Fokusthemen/Fokus-Corona/Unterst%C3%BCtzung-bei-Steuern-und-Sozialem-weitere-Finanzhilfen/Neustarthilfe-%E2%80%93-Unterstutzung-fur-Solo-Selbststandige.jsp

Update Juni 2021: Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird als "Neustarthilfe Plus" verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021.
Update September 2021: Für den Zeitraum Oktober bis Dezember können Soloselbstständige, deren Umsatz durch Corona weiter eingeschränkt ist, zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unterstützung erhalten.

 



Bund: Sonderfonds für Kulturveranstalter

Kulturveranstalter sollen in die Lage versetzt werden, zu planen und vertragliche Verpflichtungen einzugehen, auch wenn ihre Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich nicht kostendeckend bzw. mit Gewinn durchgeführt werden. Dafür stehen zwei Bausteine und bis zu 2,5 Milliarden Euro Fördermittel bereit: eine Wirtschaftlichkeitshilfe und eine Ausfallabsicherung.
Die Wirtschaftlichkeitshilfe „matcht“ erspielte Einnahmen aus Eintritten bei Corona-bedingt reduzierter Platzkapazität durch Förderung. Hier gilt pro Antrag eine Bagatellgrenze von 1.000 Euro. (Um die Bagatellgrenze zu erreichen, können mehrere Veranstaltungen kumuliert werden.)
Die Ausfallabsicherung kann greifen bei Corona-bedingten Absagen, setzt jedoch eine (Corona-bedingt reduzierte!) Mindestkapazität von 2.000 Plätzen voraus.

Für beide Bausteine gilt:
- Antragsberechtigt ist nur der Veranstalter.
- Verifizierung via ELSTER.
- Es ist ein Zweischritt aus Anmeldung vor und Beantragung nach der Veranstaltungerforderlich.
- Die Berechnung der möglichen Förderhöhe erfolgt kostenbasiert. Overhead und Ausfallhonorare sind förderfähig.

Für die Ausfallabsicherung ist die Einschaltung eines prüfenden Dritten verpflichtend, für die Wirtschaftlichkeitshilfe nicht.

Link zum Antragsportal mit weiterführenden Informationen: https://sonderfonds-kulturveranstaltungen.de/index.html
Das Portal wurde im Juni gestartet; förderbar sind Veranstaltungen ab Juli.
 


 

Bundesprogramm NEUSTART KULTUR:

Die Bundesregierung hat im Sommer 2020 in Abstimmung mit Kulturverbänden und Kulturfonds das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR aufgelegt. Nachdem Anfang des Jahres 2021 bereits ein großer Teil der Mittel in Höhe von einer Milliarde Euro effektiv verplant war, wurde im Februar 2021 eine weitere Milliarde zur Verfügung gestellt. Die Mittel sind bis Ende 2022 verwendbar. In dieser zweiten Runde werden ca. 60 Teilprogramme fortgesetzt und erweitert. Fünfzehn Programme kommen neu hinzu.
Übersicht: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/milliardenhilfen-fuer-kultur-und-medien-1850938

Von besonderem spartenspezifischem Interesse sind die Maßnahmenpakete des Fonds Darstellende Künste.
Für die Programme unter dem Label #TakeThat (Kulturmilliarde I) sind die Antragsfristen abgelaufen. Infos dazu unter: https://www.fonds-daku.de/takethat/
Das Programmpaket #TakeHeart aus Mitteln der zweiten „Kulturmilliarde“ schließt daran an. Antragsfristen starten im Herbst 2021. Zur Übersicht: https://www.fonds-daku.de/takeheart/

Zum Tragen kommen 5 Förderprogrammlinien, zur Beantragung in 2021 und 2022 (rot markiert ist jeweils die nächste Antragsfrist)::
Rechercheförderung für Einzelkünstler*innen, die der Recherche, konzeptionellen Entwicklung sowie der künstlerischen Qualifizierung dient. (Laufzeit: 3 Monate, 7.500 € pro Vorhaben)
Fristen: 10.10. (verlängert) / 1.2. / 1.6.
• Residenzförderung für Einzelkünstler*innen und Gruppen in Verbindung mit freien Produktionsorten. (Laufzeit: 2 Monate, 5.000 €, Zusage des Produktionsortes bei Antragstellung erforderlich!)
Fristen: 1.10. / 1.12. / 1.2. / (nur für Bündnis internationaler Produktionshäuser) 1.6.
• Prozessförderung, die künstlerischen, format- und ergebnisoffenen Arbeitsprozessen zum Zweck der Erarbeitung von Produktionen dient. (bis zu 50.000 €)
Fristen:1.11. / 15.3.
• Wiederaufnahmeförderung, die konkreten Aufführungssituationen (inkl. Anpassungen an Pandemiebedingungen) bereits erarbeiteter Produktionen dient. (bis zu 25.000 €)
Fristen: 15.10. / 1.3.
• Netzwerk- und Strukturförderungfür Produktions-/Aufführungsorte, Netzwerke und Festivals mit dem Ziel der qualifizierenden Kooperation und des Wissenstransfers. (bis zu 50.000 €)
Fristen: 10.10. (verlängert) / 15.2.

Grundsätzlich gilt hier:
Akteur*innnen, die überwiegend kontinuierlich öffentlich (institutionell) grundgefördert sind, sind von der Antragstellung ausgeschlossen.
Bei der Prozess-, Wiederaufnahme- und Netzwerk-/Strukturförderung ist eine Kofinanzierung von mind. 10 % der Antragsumme erforderlich, die auch unbar erbracht werden kann.

Die ASSITEJ offeriert zudem ein Programm, das sich speziell an Akteur*innen im Bereich Kinder- und Jugendtheater richtet. Gefördert wird vor allem die Realisierung von Spielplänen unter den besonderen Herausforderungen von Corona.
Alle Rechtsformen können beantragen und auch reine Tourneetheater können hier Berücksichtigung finden. Eine eigene Spielstätte ist nicht erforderlich.
Drei unterschiedliche Module können seit dem 1. Mai 2021 beantragt werden; einzeln wie auch kombiniert. Für zwei davon gilt das sogenannte Windhundverfahren (Bewilligung nach Reihenfolge des Antragseingangs solange die Mittel reichen), über Modul Nr. 3 entscheidet eine Fachjury.
Mehr Infos und Antragstellung unter: https://www.assitej.de/neustart/
 



Bund: Corona-Grundsicherung - Infos und Antrag: https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-grundsicherung/?fbclid=IwAR054FxUydNbyknHA_2ImH7KEk2Y_6zceqQ5JJ409YKpbBFxJPR02R9G7cg
Die Maßnahmen zum vereinfachten Zugang zur Grundsicherung gelten nach aktuellem Beschluss bis Dezember 2021.
 



DARÜBER HINAUS empfehlen wir folgende Seiten zum Thema:

 



Einschlägige Petitionen zur Unterstützung der Freiberufler im Allgemeinen und der freien darstellenden Künste im Besonderen "teilen" wir vor allem hier: https://www.facebook.com/laprofth
 



Künstlersozialkasse (KSK)

  • Versichert trotz geringem Einkommen: Im Hinweis vom 18. März 2020 hat die KSK bereits über die Möglichkeit informiert, das geschätzte Jahreseinkommen anzupassen. Wenn die Einkommenserwartung infolge der Corona-Krise herabgesetzt werden muss, wird die Versicherungspflicht bis auf weiteres im laufenden Jahr auch dann fortgesetzt, wenn das Mindesteinkommen von 3.900 Euro jährlich nach aktueller Einschätzung nicht überschritten werden kann.
    Das heißt: Auch wenn durch die Minderung des Arbeitseinkommens die Voraussetzungen für die Versicherungspflicht nicht mehr erfüllt werden können, wird die Versicherung nicht beendet. Der bestehende Versicherungsschutz geht durch eine Einkommenskorrektur bis auf weiteres nicht verloren. https://www.kuenstlersozialkasse.de/die-ksk/meldungen.html
  • Erhöhung der Zuverdienstgrenze: Nach Beschluss des Bundeskabinetts vom 12. Mai 2021 wird die Verdienstgrenze für selbstständige, nicht künstlerische Arbeit, die normalerweise wie für Minijobs bei 450 Euro liegt, bis Ende 2021 auf 1.300 Euro pro Monat angehoben.
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