September 2025 | Seit 2008 befragt der Landesverband einmal jährlich eine repräsentative Zahl professioneller freier Theater in Rheinland-Pfalz zu ihrer Arbeitssituation und untersucht die Wirksamkeit des Landesprogrammes „Aufführungsförderung“. Aktuelle Ergebnisse zum Jahr 2024 sind jetzt online einsehbar.
Die Aufführungsförderung 2024 hat 240 geförderte Vorstellungen bei nicht kommerziellen Veranstaltern ermöglicht.
Die meisten davon richteten sich gezielt an Kinder und Jugendliche.
Mit den geförderten Vorstellungen wurden im Laufe des Jahres circa 15.800 Zuschauer*innen erreicht.
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Die Infrastruktur und die wirtschaftliche Situation der freien Theater zeigt für das Jahr 2024 ein durchwachsenes Bild.
- 39 Theater, deren Daten ausgewertet wurden, stehen für ca. 300 Erwerbstätige; darunter 7 % „Geringfügige“ und 59 % Honorarkräfte.
- Sie bieten ihrem Publikum eine Repertoire-Vielfalt von ca. 304 verschiedenen Bühnenproduktionen aller Sparten.
- Bundesweit haben sie circa 205.165 Zuschauer*innen erreicht; davon 133.546 im eigenen Bundesland.
Hinzu kommen 2.644 Teilnehmende in Workshops und Formaten im Bereich kulturelle Bildung. - 92 % der Befragten haben mindestens einmalig Fördermittel für ihre künstlerische Arbeit erhalten.
Dennoch: 31 % der professionellen freien Theaterschaffenden in Rheinland-Pfalz konnten nicht allein von ihrer künstlerischen Arbeit leben.
Zur Unterstützung der freien darstellenden Künste in Rheinland-Pfalz ergeben sich die folgenden Prioritäten:
- Einkommensrealität erkennen: Es bedarf auskömmlicher Haushaltsmittel für die Produktionsförderung, um Honorarmindeststandards ohne Einbruch der Zahl der (geförderten) Premieren einführen zu können. Zudem ist eine kritische Prüfung der Pflicht zur Einbringung eines Eigenanteils von derzeit in der Regel 50 % erforderlich. Diese fußt auf der grundsätzlich sinnvollen Annahme eines „fiktiven Gewinns“, der mit dem Eigenanteil korreliert – allerdings bleiben die realen Einnahmechancen dahinter zumeist zurück.
- Planbarkeit und ganzjährige Gestaltungsmöglichkeiten stärken: Durch die Ermöglichung mehr- und überjähriger Förderungen im Projektbereich könnte das Einwerben von Drittmitteln erleichtert werden, wären Liquiditätsengpässe vermeidbar, könnten Premieren auch die erste Jahreshälfte beleben und könnten Angebote eine bessere Orientierung am Schuljahr erfahren. Darüber hinaus wäre auch die Beschleunigung der Förderverfahren mit früheren Bewilligungszeitpunkten ein großer Gewinn unter allen genannten Aspekten.
- Ressortübergreifende Chancen nutzen: Theater für junges Publikum erfüllt einen Bildungsauftrag, in schulischen Einrichtungen und darüber hinaus, auch und besonders in der Fläche der ländlichen Räume. Die Theater sind bereit, in diesem Zusammenhang Verantwortung zu übernehmen. Sie sind allerdings darauf angewiesen, dass bildungsbezogene Förderprogramme entsprechend durchlässig gestaltet werden.
- Infrastruktur stärken: Die Erschließung neuer Spielstätten und Produktionsorte, die dem künstlerischen Experiment Raum geben, wäre ein großer Gewinn für die freie Theaterlandschaft in Rheinland-Pfalz.
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